Fünfzig Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern nach Osnabrück bringen

 „Relocation“ jetzt umsetzen!

Fordert die Bundesregierung auf, das „Relocation“-Programm umzusetzen und Geflüchtete aus griechischen und italienischen Lagern unverzüglich nach Deutschland zu holen.

Unterschreibt bitte hier die Petition.


Geflüchtete erfrieren in Lagern in Griechenland und müssen schnell verteilt werden

ein heftiger Wintereinbruch in Griechenland mit Minusgraden…unvorstellbar, was in den Camps los ist. Die Stromversorgung und Gasversorgung bricht an einigen Stellen zusammen. Die Lage für die Menschen in den griechischen Lagern ist verheerend. Lebensgefahr für Flüchtlinge – Tagesschau.deEiseskälte in den Flüchtlingslagern – Taz.de

Zelte im Lager Moria auf Lesbos. Foto: https://griechenlandsoli.com/
Zelte im Lager Moria auf Lesbos. Foto: https://griechenlandsoli.com/. Infos über die Zustände vor Ort: http://naomi-thessaloniki.net/author/dorothee/
Geflüchtete müssen endlich schneller verteilt werden

UNHCR erinnert die EU-Mitgliedstaaten an die dringliche Notwendigkeit eine Lösung für die Situation in Griechenland zu finden und Asylsuchende in andere Mitgliedsstaaten zu verteilen. Bis zum 4. Januar hatten nur 7.760 Asylsuchende Griechenland verlassen oder wurden im Rahmen des EU-Verteilungsmechanismus, der Ende 2015 verabschiedet wurde, für die Verteilung (Relocation) innerhalb der nächsten zwei Jahre vorgesehen. Dies entspricht rund 12 Prozent der im vergangenen Jahr vereinbarten 66.400 Plätze und ist inakzeptabel niedrig. UNHCR appelliert an die EU-Mitgliedstaaten ihre bisherigen Verpflichtungen einzuhalten und zusätzliche Plätze ohne weitere Verzögerungen anzubieten.


Am 14. Juni hat der Rat der Stadt Osnabrück mit großer Mehrheit beschlossen, unseren Plan „50 Menschen aus griechischen Lagern nach Osnabrück zu holen“, zu unterstützen. Die Grundlage für die Umsetzung ist das Relocation-Programm. Mehr …

Von unserer Partnerorganisation „Naomi“ in Thessaloniki sind mittlerweile fast alle Familien und Freunde der Osnabrücker Geflüchteten besucht worden. Über Whatsapp haben viele der Betroffenen jetzt Kontakt untereinander und mit uns. Der Alternate Minister Ioannis Mouzalas hat uns geschrieben und höflich zum Ausdruck gebracht, dass die monatlichen Aufnahmezahlen das Kernproblem sind.

Deutschland hatte zugesichert insgesamt 27.500 Geflüchtete aus Griechenland und Italien innerhalb von 2 Jahren aufzunehmen. Jetzt ist das erste Jahr schon fast verstrichen und Deutschland hat noch nicht einmal 0,7% der Zahl aufgenommen. (216 Personen bis Oktober 2016, siehe hier)

Der Grund für diese empörende Situation ist die Weigerung des Kanzleramts und des Innenministeriums adäquate monatliche Aufnahmequoten an Griechenland und Italien zu melden. In  den monatlichen Berichten der EU-Kommission wird Deutschland regelmäßig dafür kritisiert. Aber da dieses empörende Verhalten Deutschlands in den Medien kaum erwähnt wird, ist es nicht im öffentlichen Bewusstsein und Frau Merkel kann ihren stillen Boykott weiter durchziehen.

Unterstützen Sie unsere Petition, beteiligen Sie sich an der Unterschriftensammlung. img_20161105_100029Die Situation der Menschen vor Ort ist unerträglich, helfen Sie mit Frau Merkel daran zu erinnern, damit Relocation nicht einfach fallen gelassen wird.

 


62.328 Geflüchtete stecken laut offiziellen UNHCR-Daten in Griechenland fest (Stand 17. Januar 2017). Ihre Lage ist katastrophal. Seit der Schließung der Grenzen können sie nicht weiter und zurück nach Hause können sie auch nicht. Das Lager Idomeni bleibt das Synonym für eine Schande für ganz Europa. Über 10000 Menschen, unter ihnen viele Frauen und Kinder, harrten dort im Schlamm aus, wollten nicht aufgeben.

Idomeni
Urheber: ververidis / 123RF Lizenzfreie Bilder

Idomeni wurde Ende Mai geräumt aber verbessert hat sich die Lage der Geflüchteten nicht. Ganz im Gegenteil – aber sie haben noch immer die Hoffnung, doch noch irgendwie nach Europa zu kommen. In vielen Fällen auch ihren nächsten Familienangehörigen zu folgen.

Ein Blick zurück in den Mai 2016:

Naomi
Naomi

Wir, eine Initiative von Osnabrücker Organisationen, wollen ein Zeichen setzen und fünfzig von ihnen nach Osnabrück holen. (siehe Neue Osnabrücker Zeitung vom 12. Mai). Das ist nicht viel und doch mehr als nichts. Osnabrück leistet Großartiges in der Hilfe für geflüchtete Menschen. Die Stadt, gemeinnützige Organisationen, Kirchengemeinden und unzählige Ehrenamtliche unterstützen die Ankommenden in einem Maß, wie es kaum jemand für möglich gehalten hätte. Wir sind uns sicher: Hier ist auch Platz für weitere 50 Personen!

Idomeni
Urheber: ververidis / 123RF Lizenzfreie Bilder

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, einzelnen Ratsmitgliedern und in Gesprächen, unter anderem mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, haben wir einen Weg gefunden, wie Geflüchtete aus Griechenland nach Osnabrück geholt werden können. Es haben sich bereits in Osnabrück lebende Flüchtlinge bei uns gemeldet, die Familienangehörige oder Freunde in Griechenland haben und die wir eventuell für eine Umverteilung nach Osnabrück vorschlagen können – auch, wenn wir immer deutlich dazu sagen, dass es ein Versuch ist und wir nichts versprechen können. Über die Flüchtlingshilfsorganisation Naomi aus Thessaloniki sind wir dabei, vor Ort Kontakt zu diesen Menschen aufzunehmen und ihnen bei der Erledigung der Formalitäten behilflich zu sein.

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