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Informationen zu „unserem“ Projekt auf Lesbos:

22.März 2020
Das Gemeinschaftszentrum One Happy Family wurde 2017 von einer Gruppe Freiwilliger gegründet und zusammen mit den Geflüchteten auf Lesbos aufgebaut. Es liegt in der Nähe des schon seit Jahren überquellenden Flüchtlingslagers Moria. Zurzeit leben über 18.000 Menschen dort auf engsten Raum unter katastrophalen Bedingungen.

https://ohf-lesvos.org/de/willkommen/

Bis vor wenigen Wochen zählte das Gemeinschaftszentrum täglich zwischen 700 und 1000 Besucher und wurde betrieben von ca. 60 Geflüchteten, 7 Koordinator*innen (darunter auch Menschen aus Moria ) und ca. 15 Freiwilligen aus aller Welt. Das Motto, «mit ihnen, statt für sie», zieht sich durch alle Handlungen des OHF: Menschen aus dem Kongo und aus Nepal kochten täglich für über 800 Besucher*innen, syrische und afghanische Lehrer*innen unterrichteten Kinder und Erwachsene, Helfer aus Moria schufen den Gemüsegarten und betrieben das Café.

https://ohf-lesvos.org/de/projekte/

Seit dem 7. März ist alles anders: ein gelegtes Feuer zerstörte die Klassenzimmer und das Haupthaus mit den Büros des Gemeinschaftszentrums. Gestern ( 21.3.) erfuhr OHF, dass drei der Täter identifiziert wurden. Aus anderer Quelle wissen wir, dass deutsche Neonazis (Mitglieder der Identitären Bewegung) an dem Tag vor Ort waren und vor dem Feuer posierten.

https://drive.ohf-lesvos.org/s/8rMGkZnS756NCaP#pdfviewer

Die Arbeit der Koordinator*innen konzentriert sich jetzt – nach dem Brand und seit dem Corona-Versammlungsverbot – auf Zusammenarbeit mit den Behörden, Pressearbeit und vor allem auf Präventionsarbeit, um einen Ausbruch der Pandemie in Moria zu verzögern. Mehrsprachige Flugblätter werden verteilt und Gutscheine für Seife werden verschenkt, die in den Supermärkten vor Ort eingelöst werden können. Natürlich wissen alle, dass eine bessere Versorgung mit Wasserhähnen und Toiletten nötig wäre, um das Ansteckungsrisiko effektiv zu reduzieren. Bis jetzt existiert von Seiten der Behörden keinerlei Notfallplan, was bei einem Corona-Ausbruch in Moria passieren sollte. Die Arbeit der Koordinator*innen konzentriert sich jetzt – nach dem Brand und seit dem Corona-Versammlungsverbot – auf Zusammenarbeit mit den Behörden, Pressearbeit und vor allem auf Präventionsarbeit, um einen Ausbruch der Pandemie in Moria zu verzögern. Mehrsprachige Flugblätter werden verteilt und Gutscheine für Seife verschenkt, die in den Supermärkten vor Ort eingelöst werden können. Natürlich wissen alle, dass eine bessere Versorgung mit Wasserhähnen und Toiletten nötig wäre, um das Ansteckungsrisiko effektiv zu reduzieren. Bis jetzt existiert von Seiten der Behörden keinerlei Notfallplan, was bei einem Corona-Ausbruch in Moria passieren sollte. Immer wieder gibt es angstmachende Zusammenrottungen von Rechtsradikalen. Die Mitarbeiter*innen von OHF versuchen so gut wie möglich über solche Pläne im Voraus zu informieren, damit die Bewohner von Moria diese Orte meiden.

OHF ist dringend auf Spenden angewiesen! Es gelang bisher immer wieder, Geld aufzutreiben, um den laufenden Betrieb – vor allem die Küche – zu finanzieren. Aber Reserven, um die Schäden des Brandanschlags zu reparieren, sind absolut nicht vorhanden. Sobald wie möglich will das Team die Trümmer beseitigen und vor allem wieder einen Zugang zu der kleinen Arztpraxis auf dem Gelände schaffen. Auch müssen das Haupthaus repariert und die Unterrichtsräume neu gebaut werden – für die Zeit nach Corona.

Die aktuellsten Informationen finden Sie auf facebook: One Happy Family – Community Center, Lesvos

Ein ausführlicher Artikel zu der Situation auf Lesbos: https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/coronavirus-trifft-auf-fluechtlingskrise-die-doppelte-hoelle-von-lesbos/25649140.html

https://ohf-lesvos.org/de/willkommen/

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