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Sea-Watch 3 nach Monaten Pause auf dem Weg in den Einsatz

Aus dem Sea-Watch Newsletter Februar 2021. Es ist schon mehr als 7 Monate her, dass nach drei erfolgreichen Rettungen 211 Menschen die Sea-Watch 3 in Italien verlassen durften. Doch im Anschluss wurde die Sea-Watch 3 erneut festgesetzt. Nach knapp drei Monaten Blockade durften wir unser Schiff einmalig nach Spanien in die Werft bringen. Die Zwangspause in Spanien haben wir genutzt und mit der Hilfe von dutzenden Freiwilligen anstehende Wartungsarbeiten und Umbauten vorgenommen. Erneut haben nun sowohl unser Flaggenstaat Deutschland als auch die spanischen Behörden die Sicherheit der Sea-Watch 3 bestätigt. Wir freuen uns Dir heute sagen zu können, dass wir seit gestern Abend endlich wieder Kurs auf das zentrale Mittelmeer genommen haben.

Foto: Selene Magnolia
Nach abgeschlossener Quarantäne und einem negativen PCR Test kam die Crew an Bord. Vor Abfahrt hat sich die Besatzung mit verschiedenen Trainings auf den Einsatz vorbereitet. Auch die mehrtägige Überfahrt in die Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste wird die Crew mit Übungen und Vorbereitungen verbringen, um voll einsatzbereit zu sein, wenn sie im Rettungsgebiet eintrifft.
Fotos: Selene Magnolia
Dort werden wir nachwievor dringend gebraucht. Denn in diesem Jahr starben bereits dreimal so viele Menschen, wie Tage im Kalender vergangen sind. Und auch dieses Wochenende hat unser Aufklärungsflugzeug Moonbird wieder hunderte Menschen in Seenot gesichtet. Die Sea-Watch 3 kehrt in den Einsatz zurück, um der tödlichen Abschottungspolitik der EU etwas entgegenzusetzen.

Foto: Selene Magnolia
Währenddessen wird unser zweites Schiff, die Sea-Watch 4, noch immer von den italienischen Behörden blockiert. Die Festsetzung durch willkürliche Hafenstaatkontrollen ist inzwischen zur Normalität geworden, um Rettungsschiffe am Auslaufen zu hindern. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, gerichtlich dagegen vorzugehen. Nach mehrfachen Anhörungen verwies das Verwaltungsgericht in Palermo den Fall an den Europäischen Gerichtshof. Ein positives Urteil dort soll politisch motivierten Haafenstaatkontrollen ein Ende setzen und betrifft nicht nur unsere Sea-Watch 4: Es wäre ein wichtiger Schritt gegen behördliche Willkür und für Rechtssicherheit aller im Mittelmeer aktiven NGOs.

Von uns allen an Land, auf dem Wasser und in der Luft ein herzliches Danke an Dich für Deine Unterstützung! Jeder einzelne Beitrag hilft, uns für Menschenrechte einzusetzen – ohne Kompromisse!


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