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Seebrücke-Osnabrück. Stoppt das Sterben im Mittelmeer

Klaus Schwietz 0

Seebrücke Osnabrück ist solidarisch mit den Menschen, denen in größter Not Hilfe verweigert wird und mit denjenigen, die von ihrem Rettungseinsatz abgehalten werden. Es wird Zeit, dass die Parteien und Regierungen unser NEIN zum Sterben im Mittelmeer stärker spüren als den Druck der Stamm­tische.

Fluchtursachen bekämpfen ist richtig – Flüchtlinge dem Sterben ausliefern ist ein Verbrechen!

Stoppt das Sterben im Mittelmeer!

Täglich sterben Menschen auf dem Weg nach Europa. Seit 2014 waren es alleine im Mittelmeer nach Angaben der Vereinten Nationen über 17.000 Flüchtlinge. Ein Massengrab vor unseren Augen.

Die staatliche Seenotrettung hat sich weitgehend zurückgezogen. Steigende Todeszahlen haben dazu geführt, dass humanitäre Organisationen eine zivile Seenotrettung aufbauen mussten. Doch die europäischen Staaten schließen ihre Häfen für die zivilen Seenotretter, beschlagnahmen ihre Schiffe und stellen die Retter vor Gericht. Diese Politik des bewussten Sterbenlassens verstößt offen gegen das internationale humanitäre Recht.

Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern eine selbstverständliche humanitäre Pflicht

Gegen diese Verrohung der Politik und des gesellschaftlichen Klimas hat sich das bundesweite Bündnis „Seebrücke – Schafft sichere Häfen” gegründet. Auch in Osnabrück wollen wir allen denen eine Stimme geben, die die aktuelle Politik der Abschottung Deutschlands und Europas nicht hinnehmen wollen.

Es ist Zeit aufzustehen und

NEIN  zu sagen zur Verweigerung von Hilfe und

JA       zur Seenotrettung und zu sicheren Fluchtrouten!

Seebrücke – Schafft sichere Häfen

Auch Osnabrück hat sich durch Ratsbeschluss zum sicheren Hafen erklärt und angeboten, zusätzliche Geflüchtete, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, aufzunehmen – wie andere Städte auch. Sichere Häfen sind aus unserer Sicht Städte, in denen Geflüchtete ohne Angst leben können.

Klarer Kopf gegen die Hetze

Auch in Deutschland betreiben rechte und populistische Kräfte bis hin zur angeblichen politischen Mitte die Kriminalisierung der Seenotretter. Es wird ein gesellschaftliches Klima der Abwehr, Abschottung und Hetze geschaffen.

Unterstellungen und Gegenargumente

Ohne die Hilfe der Seenotretter machen sich die Menschen nicht mehr auf die lebensgefährliche Überfahrt.
Die Helfer sind also verantwortlich dafür, dass die ­Menschen ihr Leben riskieren.

Menschen fliehen nicht wegen der Seenotrettung, sondern weil sie in Not sind. Ohne die Seenotretter ertrinken sie aber. Verschiedene Untersuchungen (u.a. des italienischen Senats) weisen nach, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen der Zahl der Überfahrten und der Kontakte mit Rettungsmannschaften. Auch als bekannt war, dass ab Juni 2018 kein einziges Rettungsschiff mehr vor Ort war, flohen die Menschen über das Meer. Es ertranken im Juni/Juli 2018 über 850 Menschen.

Die Seenotretter kooperieren mit den Schleppern.

Eine Zusammenarbeit konnte nie nachgewiesen werden! Bekannt ist aber die Zusammenarbeit der europäischen Regierungen mit der sog. libyschen Küstenwache. Diese wird von den sich gegenseitig ­bekämpfenden Milizen gestellt, die z. T. noch bis vor Kurzem selbst als Schlepper tätig waren und weiterhin am Geschäft der Schlepper mitverdienen. 2017 ­wurden 20.000 Flüchtlinge nach Libyen zurück­gebracht und dort Sklaverei, Folter und
Vergewaltigung ausgesetzt.

Auf die Boote kommen ja eh nur diejenigen Flüchtlinge mit genug Geld, also eigentlich nicht diejenigen, die wirklich Hilfe benötigen.

Menschen fliehen vor unerträglichen Zuständen.
Oftmals sammeln die Familien und Gemeinschaften das nötige Geld oder verschulden sich. Die Flücht­linge können nicht wieder zurück, ohne größten Ansehens­verlust oder weil ihr Leben im Heimatland bedroht ist. Zusammen mit den menschen­verachtenden Zuständen in Libyen ist der Druck so groß, dass jedes Risiko in Kauf ­genommen wird.

Die Schlepper setzen Flüchtlinge in immer ­seeuntauglichere Plastikschaluppen, weil sie wissen, dass die Helfer sie bald aufnehmen werden.

Das Ziel der europäischen Grenzschutzpolitik ist die Verfolgung der Schlepper und die Zerstörung ihrer Boote. Benutzten die Schlepper früher Holzboote, investieren sie jetzt deshalb nur noch in billigste Plastikboote.


Wir treffen uns regelmäßig alle zwei Wochen. Der Termin für das nächste Treffen steht auf der Startseite!

Seebrücke Osnabrück ist:

  •             Initiative 50 aus Idomeni,
  •             Exil-Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V.,
  •             Flüchtlingshilfe Rosenplatz,
  •             Griechenland-Solidarität,
  •             attac,
  •             Refugee Law Clinic
  •             und Einzelpersonen

Unterstützung kommt u.a. von

  •             Caritasverband der Diözese Osnabrück,
  •             Bistum Osnabrück,
  •             Diakonie,
  •             Aktionszentrum Dritte Welt,
  •             HelpAge Deutschland e.V.,
  •             DGB,
  •             NoLager,
  •             terre des hommes
  •             Ev.-luth. Kirchenkreis Osnabrück

Kontakt: info[at]seebruecke-osnabrueck.de

 

 

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