offener Brief an Angela Merkel

                                                                                Flüchtlingshilfe Rosenplatz e.V.
fluerpJohannesstr. 133-135
49074 Osnabrück
Telefon: 0157.712 569 80

An
Frau Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Osnabrück, 14.09.2016
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel!

Wir sind Mitglieder und Unterstützer der Osnabrücker Initiative „50 aus Idomeni“. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, im Kontext des Relocation-Programms 50 Flüchtlinge aus Griechenland in unsere Stadt zu holen. Unsere Initiative wird unterstützt vom Rat der Stadt Osnabrück, vom Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, von Alt-OB und Ehrenbürger Osnabrücks Hans-Jürgen Fip, vom Generalvikar Paul, von beiden Kirchen und von sehr vielen Personen des privaten und des öffentlichen Lebens.

Wir möchten mit unserer Initiative ein Zeichen setzen, dass das von Ihnen und der Bundesregierung am 22. September 2015 laut Beschluss des Rates der EU unterzeichnete Relocation-Programm endlich umgesetzt wird.
Wir erlauben uns, an dieses Programm zu erinnern: Es sieht vor, dass 27.500 Geflüchtete aus Griechenland und Italien innerhalb von zwei Jahren in Deutschland aufgenommen werden sollen. In Deutschland sind aber bis heute, also nach einem Jahr, nur 214 Personen aufgenommen worden. Wir haben gehört, dass die Bundesregierung plant, ab Oktober monatlich ca. 500 Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen. Das würde bedeuten, dass wir bis zur Erfüllung des Programms 4,5 Jahre statt dem einen noch verbleibenden Jahr benötigen würden.
Das wäre angesichts der überlasteten und unzumutbaren Lager in Griechenland und Italien eine Katastrophe für die Geflüchteten und für die beiden südeuropäischen Länder. Und da auch das Familienzusammenführungsprogramm in weite Ferne gerückt ist, ist eine Umsetzung des Relocation-Programms ungemein wichtig.

Unsere Werte der Humanität, Toleranz und Offenheit gegenüber Fremden nötigen uns, Sie um eine Realisierung des unterzeichneten Relocation-Programms zu bitten. Das bedeutet, dass monatlich 2.300 Personen im Rahmen des Programms in Deutschland aufgenommen werden müssten. Nur so kann der EU-Beschluss vom 22. September 2015 korrekt umgesetzt werden.

Wir hoffen sehr, dass Sie und die Bundesregierung dieser Verpflichtung endlich nachkommen.
Mit der dringenden Bitte um eine baldige Antwort verbleiben wir
hochachtungsvoll

Generalvikar Theo Paul für das Bistum Osnabrück,
Andreas Neuhoff für EXIL e.V.
Franz-Joseph Lotte für Pax Christi Regionalverband Osnabrück/Hamburg
Stefan Wilker für attac Osnabrück
Dr. Renate Vestner-Heise für die Flüchtlingshilfe Rosenplatz e.V.
Pastor Dr. Matthias Jung, Landessozialpfarrer der Landeskirche Hannover
Lioba Meyer, ehemalige Bürgermeisterin der Friedensstadt Osnabrück
Guy Hofmann für „Pflege am Boden Osnabrück“
Dr. Carl-Heinrich Bösling, Geschäftsführer der VHS-Osnabrück
Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Dr. Elk Franke, Dr. Harald Kerber, Dr. Arnim Regenbogen, Koordinatoren des Philosophischen Cafés Osnabrück
Felix W. Wurm, Mitglied des Rats
Anke Jacobson, Mitglied des Rats
Barbara Küppers, Leiterin Referat Kinderrechte, terre des hommes Deutschland
Günter Baum, Pastor, für die Ev.-reformierte Gemeinde Osnabrück
Amnesty International Gruppe Osnabrück
Ralph Griesinger für Griechenland Solidarität Osnabrück
Ludger Wortmann (Geschäftsführer des Internationalen Bund Osnabrück)
Michael Bünte, Geschäftsführer HelpAge Deutschland
Lutz Hethey, Geschäftsführer HelpAge Deutschland
Aloys Lögering und Klaus Stakemeier für den Arbeitskreis der Religionen in Osnabrück (AROS)
Andrea Kruckemeyer, Pastorin, stellvertretende Superintendentin, für den Ev.-Lutherischen Kirchenkreis Osnabrück
Esther Bierbaum, Angelika Doppler, Vorstand des Trägervereins, für das Frauenhaus Osnabrück
Heiner Böckmann, Geschäftsführer, für die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück
Ursula Führer für die Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft
Hinrich Haake, Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land (DIOS)
Giesela Brandes-Steggewentz, Mitglied des Rats
Prof. i. R. Dr. Rainer Künzel, Universitätspräsident a. D.
Prof. Dr. Joachim W. Härtling, Geographie, Universität Osnabrück
Prof. Dr. Helen Schwenken, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück
Dr. Sabine Bohne, Coordination Refugees @ UOS, Universität Osnabrück
Antonia Martin-Sanabria, Elisabeth-Siegel-Preisträgerin 2016
Ulrich Sommer, Mitglied des Rats
Volker Bajus, MdL und Ratsmitglied
Dr. Diana Haes, Mitglied des Rats
Franz-Joseph Schwack, Mitglied des Rats
Gerhard Schrader, stellvertretender Vorsitzender für den Betriebsrat der VW Osnabrück GmbH und Ratsmitglied der CDU-Fraktion
Dr. Thomas Thiele für die FDP-Ratsfraktion
Petra Tiesmeyer für die DGB-Region Osnabrück-Emsland

Osnabrück, den 14.9.2016

für die Initiative „50 aus Idomeni“

Prof. Dr. Reinhold Mokrosch Dr. Renate Vestner-Heise


Aufruf an den Rat der Stadt Osnabrück

Fünfzig Menschen aus Idomeni nach Osnabrück bringen

Auf ihrer Flucht vor Krieg und Verfolgung steckten zeitweise mehr als 12.000 Menschen an der mazedonischen Grenze in Idomeni fest. Die Bedingungen dort sind Augenzeugenberichten zufolge erbärmlich: Die provisorische Zeltstadt steht immer wieder mitten im Schlamm, durch tagelange Regenfälle sind die Menschen durchnässt, der Zugang zu Lebensmitteln und die medizinische Betreuung vor Ort sind völlig unzureichend, die hygienischen Zustände katastrophal.

Die Menschen haben weder die Möglichkeit, in die Kriegsgebiete ihrer Heimatländer zurückzukehren, noch die Grenze zu überqueren, da die mazedonische Polizei sie mit Blendgranaten, Gummigeschossen und Tränengas daran hindert.

Am 24.05.16 hat die griechische Polizei damit begonnen, das Lager in Idomeni aufzulösen. Die dort lebenden Geflüchteten werden in „offizielle“ Auffanglager in Griechenland gebracht – die meisten wohl in Camps in der Nähe von Thessaloniki, 80 km von Idomeni entfernt. Leider verbessert sich die Situation für die Geflüchteten durch den erzwungenen Umzug in ähnlich provisorische Lager nicht. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass der Zugang der Medien erschwert wird und die Menschen die Lager nur unter großen Schwierigkeiten eigenständig verlassen dürfen.

In Griechenland zu bleiben und dort einen Asylantrag zu stellen, ist für die Geflüchteten keine Option, da das Asylsystem in Griechenland gravierende systemische Mängel aufweist: Wie der Europäische Gerichtshof festgestellt hat, kam und kommt es dort regelmäßig zu Menschenrechtsverletzungen an Schutzsuchen.

Wir, eine Initiative von Osnabrücker Organisationen, wollen ein Zeichen setzen und fünfzig Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Osnabrück holen. Das ist nicht viel und doch mehr als nichts.

Osnabrück leistet Großartiges in der Hilfe für geflüchtete Menschen.

Die Stadt, gemeinnützige Organisationen, Kirchengemeinden und unzählige Ehrenamtliche unterstützen die Ankommenden in einem Maß, wie es kaum jemand für möglich gehalten hätte. Wir sind uns sicher: Hier ist auch Platz für weitere 50 Personen!

Als BürgerInnen von Osnabrück bitten wir Sie daher, uns zu unterstützen und als Stadt den Beschluss zu fassen, 50 Flüchtlinge aus den griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen!

Damit die Geflüchteten auch wirklich den Weg hierher finden, bitten wir Sie, sich beim Land Niedersachsen und der Bundesregierung dafür einzusetzen, die Aufnahme dieser Flüchtlinge in Deutschland zu bewilligen und ihnen die sichere Einreise zu ermöglichen.

Wir werden Sie dabei ausdauernd und mit all unseren Möglichkeiten unterstützen.

ErstunterzeichnerInnen
Dr. Renate Vestner-Heise für die Flüchtlingshilfe Rosenplatz e.V.
Theo Paul, Generalvikar, für das Bistum Osnabrück
Andreas Neuhoff für EXIL e.V.
DGB Stadtverband Osnabrück
Franz-Joseph Lotte für Pax Christi Regionalverband Osnabrück/Hamburg
Stefan Wilker für attac Osnabrück
Norbert Grehl-Schmitt für die Bundesgeschäftsstelle von Pro Asyl
Antonia Martin-Sanabria, Elisabeth-Siegel-Preisträgerin 2016
Pastor Dr. Matthias Jung, Referent für den KDA (Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt)
Lioba Meyer, ehemalige Bürgermeisterin der Friedensstadt Osnabrück
Guy Hofmann für „Pflege am Boden Osnabrück“
Dr. Carl-Heinrich Bösling, Geschäftsführer der VHS-Osnabrück
Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Dr. Elk Franke, Dr. Harald Kerber, Dr. Arnim Regenbogen, Koordinatoren des Philosophischen Cafés Osnabrück
Günter Baum, Pastor, für die Ev.-reformierte Gemeinde Osnabrück
Amnesty International Gruppe Osnabrück
Ralph Griesinger für Griechenland Solidarität Osnabrück
Ludger Wortmann (Geschäftsführer des Internationalen Bund Osnabrück)
Matthias Westermann (Bereichsleiter Kinder- und Jugendwohnen am Schölerberg)
Michael Bünte, Geschäftsführer HelpAge Deutschland
Lutz Hethey, Geschäftsführer HelpAge Deutschland
Aloys Lögering und Klaus Stakemeier für den Arbeitskreis der Religionen in Osnabrück (AROS)
Tommy Schneller (Musiker)
Martin Steinke, Pastor, für den Ev.-Lutherischen Kirchenkreis Osnabrück
Hans-Jürgen Fip, Oberbürgermeister a.D. und Ehrenbürger der Stadt Osnabrück
Esther Bierbaum, Angelika Doppler, Prof. Dr. Ingeborg Tömmel, Vorstand des Trägervereins, für das Frauenhaus Osnabrück
Heiner Böckmann, Geschäftsführer, für die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück
Ursula Führer für die Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft
Hinrich Haake für die Diakonie Osnabrück Stadt und Land (DIOS)
Prof. i. R. Dr. Rainer Künzel, Universitätspräsident a. D.
Prof. Dr. Joachim W. Härtling, Geographie, Universität Osnabrück
Prof. Dr. Helen Schwenken, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück
Dr. Sabine Bohne, Coordination Refugees @ UOS, Universität Osnabrück

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50 Gedanken zu „offener Brief an Angela Merkel“

  1. Bitte unterstützen Sie den Aufruf …..

    Sie haben die Möglichkeit den Aufruf durch Ihren Kommentar in Ihrem Namen zu unterstützen. Ich bitte um Verständnis, dass alle Kommentare erst nach einer Prüfung veröffentlicht werden.

    • Wohnort: Osnabrück
    1. Sehr wichtig und richtig ! Endlich handeln nicht immer nur reden ! Der Winter steht vor der Tür ! Die Menschen müssen aus den fürchterlichen Militärcamps raus bevor die Tragödie noch schlimmer wird ! Die Millionen von EU Hilfsgeldern die bereits geflossen sind, müssen endlich kontrolliert in Griechenland eingesetzt werden ! Was sich das Militär ( Catering ) sowie einige Hilfsorganisationen bisher geleistet haben ist unverantwortlich ! In leere Fabrikshallen einige Zelte aufstellen , dass ist wahrlich keine Kunst ! Würde es die Spendenbereitschaft sowie die Hilfe von einigen hunderten NGO`s in Griechenland nicht geben, wäre die Katastrophe eine noch viel schlimmere !
      Es darf keine Obergrenzen geben, die Flüchtlinge müssen endlich kontrolliert auf legalen Wegen nach Europa einreisen dürfen ! Nur so kann man das Schlepperunwesen stoppen! Nicht mit Schiffen von FRONTEX usw. ! Familienzusammenführung muss sofort gestattet werden ! Familien dürfen nicht zerrissen werden ! Eltern in Deutschland und vielleicht Kinder nach Frankreich , das ist doch menschenverachtend !
      Wenn sich einige Länder die sich EU Mitglieder schimpfen weigern Flüchtlinge aufzunehmen , müssen sie raus aus der EU , denn sie erfüllen nicht mehr die vorgegebenen Regeln des Abkommen`s ! Die Gelder für Subventionen die sich dadurch die EU erspart, könnte für die Integration und vernünftige Unterbringung eingesetzt werden !

      • Wohnort: 42897 Remscheid
  2. Liebe InitiatorInnen und UnterstützerInnen!
    Was für eine wunderbare Idee – herzlichen Dank.
    Als ich vor 5 Wo bei den GRÜNEN in Ms über Idomeni (mehr als 2 Monate, vorher 2x auf Lesbos) berichtete, kam Eure Idee zur Sprache und nun sind wir kraftig dabei, es Euch nachzumachen.
    Ich bin seit dem 22. Mai wieder in Nordgriechenland, hab meinen Aufenthalt in D’land kurzerhand abgebrochen, als die Nachrichten aus Idomeni zur bevorstehenden Räumung ernster wurden. Am 24. MAI begann sie dann tatsächlich. So konnte ich ‚meinen‘ bisher begleiteten rund 15 Familien (ca. 100 Menschen, 60% Kinder) Beistand leisten und vor allem Kontinuität in der persönlichen Beziehung bieten. Die Militärcamps rund um Thessaloniki, meist in Industriegebieten gelegen, duldeten zu Anfang keinerlei Unterstützung durch die zahlreichen Projekte, die in Idomeni von Volunteers aus aller Welt auf die Beine gestellt worden waren. Ich bin dann mit Hartnäckigkeit und durch den Zaun schlüpfend einfach als unabhängige Voluntärin reingekommen. Inzwischen ist die Handhabung durch das Militär lockerer geworden.
    Dank großzügiger Spende meines FreundInnenkreises und durch das avicenna.hilfswerk.de der Kölner Ärzte Bita und Khalil Kermani, kann ich den rund 100 Menschen dazu verhelfen, ein ganz kleines Stück normalen Alltags zu leben, ihnen ein Stück Selbstbestimmung zurückzugeben, sprich: Würde.
    Aber dem Leben unter den katastrophalen Zuständen in diesen Militärcamps zuzusehen, ist kaum auszuhalten…ich könnte den ganzen Tag schreien und heulen vor Wut und Ohnmacht.
    Bringt ja auch nix, also kämpfen und Eure Initiative verbreiten. Hab sie schon auf meiner facebook Seite kommentiert gepostet, einige mehr oder weniger einflussreiche Personen in verschiedenen Städten angeschrieben und zur Nachahmung aufgefordert.
    Ich komme am 5. Juli für 4 Wo zurück nach Deutschland und würde gern – wenn ihr es wünscht – berichten in Wort und Bild.
    Dankbar für die Perspektive EVA BÄHREN

    • Wohnort: Essen/Münster
  3. Es ist traurig zu sehen wie Menschen in den Flüchtlings Camps Leben müssen und behandelt werden.

    Ich hoffe das so viele Menschen wie möglich nach Osnabrück und andere Städte geholt werden können und das leid etwas zu lindern.

    • Wohnort: Bielefeld
  4. Danke für diese Initiative – aus dem Wendland unterstützen wir euch und sind bei uns ebenso aktiv – mit tausenden von Postkarten haben wir Frau Merkel unsere Stimmen überbracht und fordern einen Sonderzug Idomeni – Wendland!
    Aus der Presseerklärung: Diese Aktion will Frau Merkel an ihren Mut des letzten Sommers erinnern. 10.000 Menschen sollen ihr in dieser Frage den Rücken stärken. Politik und Menschlichkeit gehören zusammen. Die unterschriebenen Postkarten, die der Bundeskanzlerin überreicht werden, sind ein Signal für die Würde von uns Menschen. Der Sonderzug gibt nicht nur den vergessenen Menschen von Idomeni etwas von ihrer Würde zurück sondern auch uns.

    • Wohnort: Wustrow (Wendland)
  5. Das ist eine tolle Idee und Initiative!

    Allerdings bitte ich um Verständnis. Ich werde um so viele Unterschriften gebeten, dass wir letztes Jahr im Büro beschlossen haben, dass ich erst einmal keine mehr gebe. Aber Sie können mich gern über Ihre Aktion auf dem Laufenden halten. Vielleicht kann Ihre Aktion einmal Thema in meiner Kolumne in der Bild am Sonntag werden. Ich hoffe sehr, der Kirchenkreis und der Sprengel unterstützen Sie!

    Herzlich, Ihre Margot Käßmann

    • „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)

      Hilfe für Menschen, die in unhaltbaren Zuständen ausharren müssen – nicht zuletzt für Kinder, kranke und geschwächte Menschen – sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Hierfür ist die Aktion ein erster Schritt, der hoffentlich viele Nachahmer finden wird!

      • Wohnort: Osnabrück
    • Ich bin Osnabrückerin und betreue junge Männer aus Afghanistan und ich kann nur jedem solche Begegnungen wünschen. Die Berichte aus den Medien bekommen Gesichter. Nicht nur Osnabrück, sondern ganz Deutschland birgt noch große Potenziale Menschen aufzunehmen.
      Ich unterstütze diese Aktion voll und ganz!
      Viel Erfolg!

      • Wohnort: Osnabrück
    • Ich habe den Eindruck, dass sich Gemeinden um die wenigen Flüchtlinge „prügeln“ um den bereitgestellten Wohnraum auch zu belegen.
      Wir haben Platz.

      • Wohnort: Bad Iburg
    • Ich als Syrer kann die unhaltbaren Zustände in Mazedonien kaum ertragen, mein Bruder sitzt fest, und ich kann hier nichts machen daher würde ich gerne unterstützen.

      • Wohnort: Bohmte
    • Als meine Mutter nach dem Krieg aus Schlesien nach Bayern kam, nannte man sie Huraflüchtling. Danach hat sie in der Notaufnahme und der Frühchenstation des Krankenhauses Leben gerettet… Natürlich unterstütze ich die wunderbare Initiative aus Osnabrück. Tausend Dank dafür.

      • Wohnort: Hittbergen
    • Deutschland muss ein menschliches Gesicht zeigen. Deshalb unterstütze ich diese Aktion voll und ganz.

      • Wohnort: Osnabrück
    • Die ev.-reformierte Gemeinde schließt sich dem Aufruf an. Reformierte Christen haben in ihrer Geschichte – aus Frankreich (Hugenotten) und den Niederlanden vertrieben – Zuflucht in Deutschland gefunden. In Emden (da kamen damals auf 6000 Einwohner 6000 Flüchtlinge – und die Stadt lebte auf!) haben sie ein Denkmal an der Großen Kirche hinterlassen:
      „Godts Kerk, verfolgt, verdreeven, heft God hier Trost gegeven.“ Flüchtlinge willkommen zu heißen zählt für uns zum Kern unseres Glaubens, nicht zuletzt in Erinnerung an die vielen Flüchtlinge, von denen die Bibel berichtet.

      • Wohnort: Osnabrück
      1. Diese vielen Worte sind Balsam für meine Seele….vielen Dank. Ihr alle schenkt mir den Glauben an das Menschliche zurück!

      2. Ein großartiger Gedanke ! Ich hoffe sehr es klappt und es würden sich viele Städte und Gemeinden in Deutschland anschließen !
        Ich habe heute eine Mail an die Deutsche Botschaft in Athen geschrieben, da ich gestern erst von der unmenschlichen Anforderung einer syrischen Familienzusammenführung gehört habe !
        Diese Forderungen sind so absurd , den gesamten Inhalt könnt Ihr unter dem Link ansehen : hier meine Mail, liest selbst ….

        Folgendes habe ich an die Deutsche Botschaft in Athen geschrieben
        ( macht es mir gleich und protestiert zu Tausende !!!!!!!!!! )

        https://griechenland.diplo.de/…/grieche…/de/Kontakt.html

        Sehr geehrte Damen und Herren der deutschen Botschaft in Athen!

        Mit Entsetzen habe ich die obsurden Forderungen gelesen, die verlangt werden, um syrische Familien zusammen zu führen! Ich komme aus dem Staunen über diese absolut unmöglichen Forderungen die auf Ihrer Webseite steht nicht mehr raus :

        Bitte bringen Sie zur Antragstellung alle Unterlagen vollständig ausgefüllt im Original und mit deutscher Übersetzung und Legalisation durch die Botschaft Beirut mit.

        Wie bitte soll ein Flüchtling der es bis nach Griechenland geschafft hat, oder ein Verwandter der im Krieg in Syrien verbleiben musste weil das Geld für die Schlepper nicht reichte, ( ja es ist KRIEG IN SYRIEN )zu diesen beglaubigten Papieren durch die Botschaft in Beirut kommen???
        Mit diesen absurden Vorschriften wird den Schleppern total in die Hände gespielt. Ich kann nicht begreifen, wie sich ein Politiker, egal aus welcher Fraktion, so menschenverachtende Vorschriften ausdenken kann!
        Ich protestiere gegen diese Vorschriften auf das schärfste, denn mit Menschenrechten und Asylgesetzen hat das nichts mehr zu tun!

        Brigitta Meyer

        • Wohnort: 42897 Remscheid
      3. Man hört, dass in vielen Gemeinden nun Kontingente frei sind, nachdem die Flüchtlinge ja in Griechenland und Türkei festgehalten werden. Logischste Konsequenz: Flüchtlinge wieder einreisen lassen.

        • Danke für diese Initiative. Das humanitäre Versagen Europas zeigt sich zur Zeit nirgendwo so deutlich wie in Idomeni. Eine Schande. Auf jeden Fall erzeugt die Aktion Aufmerksamkeit für die schlimme Lage vieler Menschen an den Grenzen und in den Flüchtlingslagerm.

          • Wohnort: Osnabrück
          1. Jeder Mensch in Not hat Anspruch auf Hilfe. Ich erwarte diese im Falle eines Falles auch für mich. Deshalb unterstütze ich diese Aktion.

            • Wohnort: Georgsmarienhütte
        • Auch ich unterstütze die Initiative uneingeschränkt. Trotz mancher beklagenswerter Unzulänglichkeit geht es uns in unserem Land unglaublich gut, gemessen an dem Leid der Menschen in anderen Gebieten unserer Erde. Da ist es mehr als nur eine Pflicht, das unsere zu tun und zu helfen, uns zu öffnen. Das Leid und die Not der Menschen, die uns täglich vor Augen geführt werden, sind unerträglich und müssen uns zum Handeln herausfordern. Das Sichern der Außengrenzen Europas lindert keine Not, sie wird verlagert. Auch das ist unmenschlich. Die Initiative setzt ein Zeichen, dass hoffentlich viele Nachahmer findet!

          • Wohnort: 49134 Wallenhorst
        • Die Frage stellt sich so oft: Wie werden wir den radikalen Islam in Deutschland los? Mir stellt sich die Frage: Wie werden wir die deutsche Hetze und den Hass bloß los?
          Ich bin 91 aus Russland her gekommen, mein Mann ist Türke und wir leisten gewiss mehr zum Zusammenhalt und zur deutschen Kultur, allein dadurch das wir zeigen: JA, es geht…. zwei verschiedene Kulturen können friedlich und harmonisch miteinander leben und sich gegenseitig bereichern! Also bitte: BITTE lasst jeden kommen, der Mensch ist!

          • Wohnort: Osnabrück
        • Wenn 160 Städte und Kommunen jeweils 50 Menschen aus Idomeni aufnehmen wird es das Lager nicht mehr geben. Hunderte leer stehende Flüchtlingsunterkünfte werden jeden Tag von Kommunen finanziert. Da passt doch was zusammen!

          • Wohnort: Hamburg
        • Hoffe sehr, dass ich für viele, die ihre Lebenszeit im Moment für andere Projekte belegt haben,
          ein grosses „D A N K E S C H O E N“ an Euch weiter geben darf!!!!!
          IHR SEID SOOOOO COOOOOOOL!!!!! WEITER SO!!!!!! Danke für die ganze Arbeit!!!!!!
          LG kata

          • Wohnort: Osnabrück
        • Ganz ehrlich? Ich hätte dem kleinen Städtchen Osnabrück nie so viel Vorbildfunktion zugetraut!!

          Chapeau!!!

          Ich wünsche mir eine solche Initiative auch in der „Expo-, Messe-, Landeshaupstadt“ Hannover.

          • Wohnort: Hannover
        • Der Einsatz für die Menschenrechte ist nicht umsonst
          (Zitat amnesty international)

          • Wohnort: Osnabrück
        • Diese Menschen haben ihre Heimat wegen einem furchtbaren Krieg verlassen müssen ! Hilfe für Schutzsuchende! Die Würde des Menschen ist unantastbar

          • Wohnort: 86150 Augsburg
        • Was für eine grandiose Idee in Zeiten , in denen inzwischen gerade in ländlicheren Gegenden die teuer umgebauten Unterkünfte leer stehen.

          • Wohnort: Schwarzenbek
        • Ich unterstütze die Aktion. Warum? Grade habe ich folgende Gedanken dazu auf mein Blog gestellt:

          „Unmenschlich geht es an vielen Orten zu.
          Und dann gibt es die eine Geschichte, in der du drin bist.
          So geht es mir mit Idomeni.
          Ich war noch nicht dort, aber letztes Jahr in Thessaloniki.
          Der kleine Grenzort war schon im Mai voller Flüchtlinge und da war die Grenze noch offen.
          Christinnen und Christen aus der deutschen evangelischen Gemeinde in Thessaloniki fuhren ein paar in der Woche nach Idomeni und taten das Nötige und Mögliche.
          Seither geht mir der Ort nicht mehr aus dem Kopf.
          Und die Bilder vom Grenzzaun stehen mir vor Augen, immer wieder.
          Sie haben Eingang gefunden in mein Denken und Fühlen, tauchen in Predigten und Texten auf.
          Daher unterstütze ich sehr gerne die Initiative http://www.50ausidomeni.de und teile den Aufruf hier.
          Lest ihn.
          Unterschreibt ihn, wenn ihr zustimmt.
          Verbreitet ihn weiter, regt in euren Kommunen eine ähnliche Aktion an.
          Es kann und darf nicht sein, dass 10.000 Frauen, Männer und Kinder einfach vergessen werden.“
          https://blog.matthias-jung.de/2016/05/11/fuenfzig-menschen-aus-idomeni-nach-osnabrueck-bringen/

          • Wohnort: Osnabrück
          1. Ich unterstütze diesen Brief und bin für die Einreise- und Aufenthaltsgenehmigung aller Menschen in den Lagern.
            Ich fordere zudem die Öffnung aller Grenzen.
            Meines Erachtens wird von den Mächtigen der Welt nichts an den Ursachen der vielen Flüchtlinge und Krisensituationen geändert.

            • Wohnort: hünxe
        • 50 Menschen sind besser als niemand! Ich finde die Initiative nachahmenswert. Ein Zeichen für Menschlichkeit.

          • Wohnort: Schiffweiler
        • Kürzlich traf ich einen Geflüchteten, der auf der Balkanroute, als sie noch offen war, hierherkam. 4 Wochen später lese Ich in der Zeitung, dass er jetzt im Remarque Caféhausmusik macht. Geht doch !

          • Wohnort: Osnabrück
        • Den Menschen in Idomeni wird durch die Grenzpolitik der Staaten der Balkanroute zwischen Griechenland und Deutschland (Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slovenien, Österreich) de facto die Möglichkeit genommen, in Deutschland Asyl zu beantragen.
          Ihnen wird ein Menschenrecht vorenthalten, das wir ihnen hier gewähren sollten!
          Unter großen Gefahren für ihre Gesundheit oder gar ihr Leben versuchen viele, durch Schlepper-Banden über Umwege und als illegalisierte Menschen doch noch nach Deutschland zu kommen.

          Eine Stadt wie Osnabrück sollte ein Zeichen setzen und 50 Menschen diese unnötigen Gefahren ersparen! 50 Menschen auf sicherem Weg nach Osnabrück holen sollte kein Problem sein. Erst recht nicht in Zeiten, in denen nur 1/30 (ein Dreichsigstel!) so viele Geflüchtete in den Unterkünften des Landkreises beherbergt werden, wie noch im Dezember.

          • lieber lothar barsch,
            das IST SO !!
            ein kind hat uns mal nach dem besuch einer unserer
            aufführungen des kinder-rechte-theater-stückes
            „kommst du mit nach durian?“ geschrieben:
            WIE SOLLEN DENN DIE KINDER DER JETZIGEN KINDER LEBEN ??
            und liebe ruth beckwermert: genau das – symbolisch zeichen setzen,
            unsere handlungsspielräume nutzen. prima & treffend auch, renate !
            ausblenden gibT´s nich` !! solidarische grüße andreas ottmer

            • Wohnort: 49074 osnabrück
          • „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!
            Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
            Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
            Hat die furchtbare Nachricht
            Nur noch nicht empfangen.
            Was sind das für Zeiten, wo
            Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
            Weil es ein Schweigen über so viel Untaten einschließt!
            Der dort ruhig über die Straße geht
            Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
            Die in Not sind?“
            (aus: Bert Brecht: An die Nachgeborenen)

            • Wohnort: Bissendorf
          • Deutschland hat 2015 zugesagt, insgesammt 10.000 geflüchteten Menschen, die in Griechenland und Italien gestrandet sind, im Rahmen einer europäischen Umverteilung (Relocation) die legale Einreise zu gewähren. Bis März 2016 sind lediglich 20 aus Italien und 37 Geflüchtete aus Griechenland über dieses Abkommen aufgenommen worden. Was ist mit den übrigen 9.943 Menschen?
            Zynische Politiker könnten vielleicht sagen, dass die Kriegsflüchtlinge es ja auch ohne unsere Hilfe geschafft haben, über die Balkanroute die deutsche Grenze zu erreiche. Dass die deutsche Untätigkeit das Schlepperunwesen gefördert und den Menschen viele schlimme Fluchterfahrungen zugemutet hat, wird vielleicht ausgeblendet.
            Das Thema Umverteilung ist noch immer nicht vom Tisch! Wir sollten darauf drängen, dass zumindest Deutschland seine Zusagen einhält. Über diesen Weg könnten auch die fünfzig Menschen aus Idomeni zu uns kommen.

            • Wohnort: Osnabrück
          • Hallo, geliebter Opa
            1945 warst du in den Gefangenschaft, die Familie musste fliehen. Am Ende einer grausamen Flucht kamen sie in Ankum im Osnabrücker Land an. Willkommen waren sie damals nicht! Opa, in welchem Himmel auch immer du jetzt bist, wirst du dich freuen, das Flüchtinge (es brennt weltweit, Krieg und Terror sind noch immer nicht besiegt) gerade in Osnabrück inzwischen sehr willkommen sind und sie vielfältig unterstützt werden -selbstverständlich und mit viel Herz.
            Das ist doch so, oder?? 50aus Idomeni wären ein weiteres Signal!

            • Wohnort: Osnabrück
          • Wir können ein politisches Zeichen setzen gegen die unmenschliche Politik, dessen Auswirkungen sich nicht nur in Idomenie zeigen. Hier können wir Tag für Tag die Missachtung aller Menschenrechte durch einen politischen Willen sehen. Aber es ist nicht UNSER politischer Wille – und das können wir – wenn auch fast nur symbolisch – mit dieser solidarischen Aktion zum Ausdruck bringen.
            Es ist Zeit, die wirklichen Ursachen zu beseitigen.

            • Wohnort: Bad Rothenfelde
          • Ich stehe voll und ganz hinter dieser Initiative!

            Susanne Kirk
            Mitfrau im Trägerverein Autonomes Frauenhaus Osnabrück

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